Bilder erst nach der Bestellung bearbeiten

Laden Sie Ihre Aufnahmen unbearbeitet hoch — noch am Shooting-Tag. Bearbeitet wird erst, was ein Kunde tatsächlich kauft: Nach Bestelleingang meldet das System per E-Mail genau die betroffenen Bilder, Sie laden die fertigen Dateien nach, und danach geht die Bestellung in Produktion.

Fotograf lädt Bilder direkt nach dem Shooting hoch

Der klassische Ablauf zwingt Sie, alles zu bearbeiten, bevor irgendjemand etwas gesehen hat. Bei 60 Bildern einer Familiensession ist das verkraftbar. Bei 900 Bildern eines Schultags ist es der Grund, warum die Galerie erst zwei Wochen später online geht — und warum ein spürbarer Teil der Arbeit nie bezahlt wird, weil die meisten Bilder nie bestellt werden.

Die Galerie geht zu spät online

Zwischen Shooting und Veröffentlichung liegen Bearbeitungsabende. In dieser Zeit kühlt die Kaufbereitschaft ab — am größten ist sie direkt nach dem Termin, wenn zu Hause noch darüber gesprochen wird.

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Sie bearbeiten auf Verdacht

Bei größeren Terminen wird typischerweise nur ein kleiner Teil der Bilder bestellt. Der Rest wurde trotzdem retuschiert. Bezahlt wird davon nichts.

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Die Saison begrenzt sich selbst

Wenn jeder Termin drei Bearbeitungsabende nach sich zieht, ist nicht die Kamera der Engpass, sondern der Schreibtisch. Mehr Termine gehen schlicht nicht.

Der Schalter sitzt beim Anlegen der Galerie

Portrait-Archiv fragt bei jeder neuen Galerie eine einzige Sache ab: Dürfen die Dateien so, wie sie sind, ins Labor gehen — oder wollen Sie vorher noch einmal drüber?

Klassisch

Galerie ist abwicklungsbereit

Sie laden fertig bearbeitete Bilder hoch. Bestellungen laufen ohne weiteres Zutun durch: Zahlung, Labor, Versand, Auszahlung. Sie bekommen die Bestellung nur als Information zu sehen.

  • Passend bei kleinen, kuratierten Strecken
  • Kein Zwischenschritt nach der Bestellung
  • Kunde sieht in der Galerie das Endergebnis
Für große Bildmengen

Galerie ist nicht abwicklungsbereit

Sie laden unbearbeitete Bilder hoch — direkt nach dem Shooting. Bestellungen halten kurz an: Sie liefern die bearbeiteten Dateien der bestellten Bilder nach, danach läuft die Abwicklung ganz normal weiter.

  • Galerie ist am Shooting-Tag online
  • Bearbeitet wird nur, was verkauft ist
  • Kunde sieht bei der Bestellung einen Hinweis

Die Einstellung gehört zur einzelnen Galerie, nicht zum Konto. Sie können also den Schultermin unbearbeitet fahren und die Hochzeitsstrecke in derselben Woche fertig bearbeitet veröffentlichen.

So läuft eine Bestellung aus einer unbearbeiteten Galerie

Für Ihren Kunden ändert sich fast nichts. Für Sie kommt genau ein Schritt dazu — und der betrifft nur noch Bilder, die bereits verkauft sind.

1

Hochladen, solange die Speicherkarte noch warm ist

Sie legen die Galerie an, setzen sie auf „nicht abwicklungsbereit" und laden die unbearbeiteten Bilder hoch — per Browser oder FTP. Wasserzeichen, Zugangscode, Preisliste und Ordnerfreigaben funktionieren genauso wie sonst.

2

Der Kunde wählt aus und bestellt

In der Galerie sieht Ihr Kunde die Bilder wie gewohnt und legt seine Favoriten in den Warenkorb. Bei der Bestellung erscheint ein Hinweis, dass die Aufnahmen noch unbearbeitet sind und das bestellte Produkt in bearbeiteter Fassung produziert wird. Keine Überraschung, keine Reklamation.

3

Das System meldet sich bei Ihnen

Nach Eingang der Bestellung — und vor der Übergabe ans Labor — bekommen Sie automatisch eine E-Mail mit einem Link. Die Seite dahinter zeigt genau die bestellten Bilder dieser Bestellung. Sie müssen nichts suchen, nichts abgleichen und keine Listen führen.

4

Bearbeitete Dateien hochladen

Sie bearbeiten die Bilder in Ihrem gewohnten Programm und laden sie auf dieser Seite hoch. Die unbearbeiteten Fassungen werden dabei durch Ihre fertigen Dateien ersetzt. Eine Regel gilt dabei zwingend — siehe unten: Der Bildausschnitt bleibt, wie er ist.

5

Freigabe in die Produktion

Sind alle bestellten Bilder ersetzt und fehlerfrei verarbeitet, geht die Bestellung automatisch in die Abwicklung. Ab hier läuft alles wie bei jeder anderen Bestellung: Das Labor produziert und versendet White-Label direkt an Ihren Kunden, die Provision landet in der nächsten Abrechnung.

Den kompletten Ablauf in fünf Schritten ansehen →

Die eine harte Regel

Der Bildausschnitt darf nicht geändert werden

Ihr Kunde hat sein Bild in genau diesem Ausschnitt gesehen, in genau diesem Ausschnitt in den Warenkorb gelegt und dafür bezahlt. Die Bestellung hängt an diesen Bilddaten. Wenn die nachgelieferte Datei anders zugeschnitten ist, passt sie nicht mehr zu dem, was verkauft wurde.

Erlaubt und erwünscht

  • Farbkorrektur, Weißabgleich, Kontrast und Tonwerte
  • Retusche, Beauty-Arbeit, Hautbild, Störer entfernen
  • Hintergrund tauschen oder freistellen
  • Schärfen, Rauschreduzierung, Looks und Presets
  • Höhere Auflösung als in der Galerie-Vorschau

Nicht erlaubt

  • Neu zuschneiden oder enger stellen
  • Seitenverhältnis ändern
  • Drehen oder spiegeln
  • Ein anderes Bild als das bestellte hochladen

Praxis-Tipp: Arbeiten Sie nicht destruktiv. Wenn Sie die Bearbeitung als Ebenen oder Entwicklungseinstellungen auf das Originalbild legen und am Ende in den Ursprungsmaßen exportieren, kann beim Ausschnitt gar nichts verrutschen.

Was das an einem Schultag ausmacht

Eine Beispielrechnung mit runden Zahlen — Ihre Bestellquote und Ihr Bearbeitungstempo weichen davon natürlich ab.

PositionAlles vorab bearbeitenErst nach der Bestellung bearbeiten
Aufnahmen des Termins900900
Davon tatsächlich bestellt900 werden bearbeitet~90 werden bearbeitet
Bearbeitungszeit bei 1 Minute je Bild15 Stunden1,5 Stunden
Galerie ist onlinenach mehreren Abendenam Shooting-Tag
Arbeit, die niemand bezahlt810 Bilderkeine

Der zweite Effekt ist der wichtigere und lässt sich schlechter in eine Tabelle schreiben: Eine Galerie, die am Abend des Fototermins online ist, wird deutlich eher geöffnet als eine, deren Zugangskarte zwei Wochen auf der Kommode lag.

Wann sich der unbearbeitete Weg lohnt — und wann nicht

Schule und Kindergarten

Hunderte bis tausende Aufnahmen pro Termin, davon wird ein Bruchteil bestellt. Der klassische Fall — in Kombination mit der automatischen Bildsortierung ist der Termin am selben Abend komplett abgeschlossen.

Events, Sport und Motorsport

Serienbilder in großer Zahl, kurze Aufmerksamkeitsspanne beim Publikum. Wer noch am Veranstaltungstag online ist, verkauft, solange das Rennen oder das Turnier Gesprächsthema ist.

Aufwendige Retusche

Wenn ein einzelnes Bild zehn Minuten Arbeit bedeutet, ist Vorab-Bearbeitung aller Aufnahmen schlicht nicht finanzierbar. Nach Bestelleingang lohnt sich der Aufwand dagegen sofort.

Wann Sie besser abwicklungsbereit veröffentlichen

  • Kleine, kuratierte Strecken — bei 40 ausgewählten Bildern einer Portraitsession ist die Vorab-Bearbeitung schneller erledigt als jede Nachlieferung.
  • Der Look ist das Verkaufsargument — wenn Ihre Bildsprache stark von der Bearbeitung lebt, verkauft die unbearbeitete Vorschau schlechter, als sie sollte.
  • Sie sind nach dem Termin schwer erreichbar — die Bestellung wartet auf Ihre Dateien. Wer direkt nach der Saison zwei Wochen offline ist, lässt Kunden warten.
  • Digitale Dateien als Hauptprodukt — verkaufen Sie überwiegend Downloads, bringt der Zwischenschritt wenig, weil ohnehin fast jedes Bild angefasst wird.

Häufige Fragen zur Nachbearbeitung

Wo stelle ich ein, dass meine Bilder noch nicht abwicklungsbereit sind?

Beim Anlegen der Galerie auf Portrait-Archiv.com. Dort wählen Sie zwischen „abwicklungsbereit" (die hochgeladenen Dateien gehen so, wie sie sind, ins Labor) und „nicht abwicklungsbereit" (Sie möchten vor der Produktion noch einmal darüber schauen). Die Einstellung gilt für die gesamte Galerie und lässt sich in der Galerieverwaltung ändern.

Sieht mein Kunde, dass die Bilder unbearbeitet sind?

Ja. Die Bilder werden ganz normal in der Galerie gezeigt, bei der Bestellung erscheint aber ein Hinweis, dass es sich um unbearbeitete Aufnahmen handelt und das fertige Produkt nachbearbeitet ausgeliefert wird. Das ist bewusst so gelöst: Der Kunde weiß, dass Bildschirmvorschau und Abzug nicht identisch aussehen werden.

Wie erfahre ich, welche Bilder ich bearbeiten muss?

Nach Eingang der Bestellung schickt das System Ihnen automatisch eine E-Mail mit einem Link. Die verlinkte Seite zeigt genau die Bilder, die dieser Kunde bestellt hat — nicht die ganze Galerie. Sie bearbeiten also nur das, was auch wirklich verkauft ist.

Darf ich den Bildausschnitt bei der Nachbearbeitung ändern?

Nein. Der Bildausschnitt muss unverändert bleiben. Ihr Kunde hat sein Bild in genau diesem Ausschnitt gesehen und bestellt, und die Produktdaten der Bestellung hängen daran. Retusche, Farbe, Kontrast, Beauty-Arbeit, Hintergrund — alles erlaubt. Nur zuschneiden, drehen oder das Seitenverhältnis ändern nicht.

Was passiert, nachdem ich die bearbeiteten Bilder hochgeladen habe?

Sobald alle bestellten Bilder ersetzt und fehlerfrei verarbeitet sind, geht die Bestellung automatisch in die Abwicklung: Das von Ihnen gewählte Labor produziert und versendet White-Label direkt an Ihren Kunden. Bis dahin wartet die Bestellung auf Ihre Dateien.

Kann ich einzelne Galerien abwicklungsbereit und andere nicht abwicklungsbereit führen?

Ja, die Einstellung gehört zur einzelnen Galerie. Viele Fotografen fahren zweigleisig: Schul- und Kindergartentermine mit hohen Bildmengen laufen unbearbeitet, aufwendig gesetzte Studio- oder Hochzeitsstrecken werden vorab fertig bearbeitet und direkt abwicklungsbereit veröffentlicht.

Kostet die Nachbearbeitungs-Funktion extra?

Nein. Sie ist in beiden Tarifen enthalten und verursacht keine zusätzlichen Gebühren. Es bleibt bei der üblichen Bearbeitungspauschale auf den Nettogewinn — also nur bei tatsächlichen Bestellungen.

Nächstes Shooting am selben Abend online

Eröffnen Sie ein kostenloses Portrait-Archiv-Konto, legen Sie eine Galerie als „nicht abwicklungsbereit" an und probieren Sie den Ablauf einmal mit einer Testbestellung durch. Ohne Grundgebühr, ohne Vertragsbindung.